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slug: physio-felsberg
title: 'Physiotherapie-Website mit scrollgesteuerten Sektionen'
story_preview: 'Physio & Co ist eine Physiotherapiepraxis in Felsberg, Nordhessen. Die alte WordPress-Seite war ein Theme von der Stange, die neue entsteht aus den Punkten im Praxislogo: ein scrollgesteuerter Therapieweg, ein Körperscanner für 45 Beschwerdebilder, Rezeptfotos per WhatsApp. Von der Kontaktaufnahme bis zum Launch in einer Woche.'
fineprint: 'Ein Relaunch von WordPress in einer Woche von der Kontaktaufnahme bis zum Launch: Designsystem aus dem Logo abgeleitet, redaktionelle Texte, zwei scrollgesteuerte Canvas-Sektionen, ein Kontakt-Dock mit drei Wegen, strukturierte Daten und eine Redirect-Map mit 20 Regeln.'
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> **Case study source:** https://unlimited.studio/de/case-study/physio-felsberg

# Viele kleine Schritte, eine große Bewegung

Physio & Co ist eine Physiotherapiepraxis in Felsberg, einer Kleinstadt südlich von Kassel. Inhaber Yannik Grenzebach hatte die Anbieter vor Ort geprüft, nichts Passendes gefunden und die Suche auf Kassel ausgeweitet. Sein Briefing war präzise: Die Seite soll aussehen wie bei den Großen, darf aber nicht abheben. Die Praxis sitzt in einem Flachdachbau am Ortsrand mit Parkplatz vor der Tür, und die Patienten kommen mit Rezept, nicht wegen einer Boutique-Optik. Die Bestandsseite war WordPress mit einem Health-Theme von der Stange: 51 Seiten im Archiv, sieben davon echter Inhalt, der Rest Theme-Demo.

## Der Punkt ist das Atom

Das Logo besteht aus einer Wortmarke und einer S-Kurve aus Punkten, die von unten links nach oben rechts anschwillt. Diesen Punkt haben wir zum einzigen Baustein der Oberfläche gemacht: Trennlinien sind Punktreihen, Listenzeichen sind Punkte, der Scroll-Fortschritt ist eine Punktspur am linken Seitenrand. Die Praxis hatte dasselbe schon auf ihren Fensterfolien gebaut, das Design führt also etwas Echtes fort, statt einen Stil zu erfinden. Aus derselben Idee kam der Claim: **„Viele kleine Schritte, eine große Bewegung"**. Jede Sitzung ist ein Punkt, erst die Reihe ergibt den Fortschritt.

Grün bleibt Signal, nicht Anstrich: warmes Papier und Sand auf rund 70 Prozent der Fläche, ein dunkles Waldgrün für die schweren Sektionen, Signalgrün für Punkte und Zustände und ein Lime, das der Kunde für die Call-to-Actions gewählt hat. Gesetzt wird in Poppins und Inter, beide self-hosted, Fließtext ab 18 Pixel. Die Hauptzielgruppe ist eher älter, Lesbarkeit schlägt Effekt.

## Zwei Sektionen, die mit dem Scrollen laufen

Die Startseite trägt zwei scrollgesteuerte Canvas-Sektionen, beide ohne Bibliothek gebaut. **Der Therapieweg** nimmt die Punktkurve des Logos und lässt sie horizontal durchlaufen, während die Seite vertikal scrollt: die Stationen einer Therapie von „Ihr Schmerz im Alltag" bis „Beschwerdefrei im Alltag", jeder Punkt und jede Beschriftung blendet ein, sobald sie ins Bild kommt. Die Kurve steigt weiter und läuft in voller Größe aus dem Bild. Ein bewusster Bruch mit dem Logo, dessen Bogen abschwillt: Ein abfallender Verlauf liest sich als Rückfall, die Botschaft ist Erhalt.

**Der Beschwerdescanner** macht aus dem wertvollsten Inhalt der alten Seite, einer Liste von rund 45 Beschwerdebildern von Kopf bis Fuß, eine dunkle Sektion mit Körperfigur. Ein Scanfenster wandert beim Scrollen von Kopf zu Fuß, der Regionstitel wechselt, Hotspots leuchten auf, und eine Barrel-Liste rollt im selben Tempo mit, sodass der Besucher „Kalkschulter" in Sekunden findet. Ein einziger Scrollwert treibt beide Bühnen, nichts kapert das Scrollen, und ohne JavaScript oder bei reduzierter Bewegung fällt die Sektion auf eine vollständige, indexierbare Liste zurück.

Drumherum: eine endlose Gerätegalerie mit elf echten Fotos aus der Praxis, ein Kartenstapel für das Team, den man anfassen kann, eine Öffnungszeiten-Karte, die weiß, ob die Rezeption gerade besetzt ist, und eine Karriereseite, die die Fragen beantwortet, die Therapeuten vor einer Bewerbung wirklich stellen.

## Rezeptfoto statt Pop-up

Der Inhaber wünschte sich ein Pop-up auf der Startseite und im selben Atemzug Kontakt, der auf jeder Seite sichtbar bleibt. Das ist dasselbe Ziel, und das Pop-up ist dafür das schwächere Werkzeug. Die Seite bekam stattdessen einen dauerhaften Kontakt-Dock: eine Pillenreihe am unteren Rand auf dem Handy, ein kleines Panel unten rechts auf dem Desktop. Kontakt läuft in zwei Schritten: erst den Weg wählen, dann die Angaben. **WhatsApp** als empfohlener schneller Weg, **Anfrage mit Rezept** für eine schriftliche Anfrage mit Rezeptfoto im Anhang oder **Anruf**, wobei der Dock sagt, ob gerade jemand am Empfang sitzt. Die stärkste Anfrage ist das Rezept: Patienten fotografieren es und schicken es, die Praxis meldet sich mit Terminvorschlägen, das Original kommt zum Termin mit.

Der Beschwerdescanner speist denselben Ablauf: Jede Region hat einen Knopf „Für die Anfrage merken", der Besucher sammelt seine Beschwerden beim Scrollen von Kopf bis Fuß, und die Anfrage kommt mit den Schmerzbereichen bereits benannt in der Praxis an.

## Unter der Haube

Laravel, Inertia und Vue mit Server-Side-Rendering. Strukturierte Daten liefert die Seite als `Physiotherapy`-JSON-LD mit Öffnungszeiten, Adresse und Social-Profilen, dazu Sitemap, `llms.txt` und `agents.md` für Suchmaschinen und KI-Crawler. Die Seite läuft ohne Tracking und ohne Cookie-Banner.

## Eine Woche von der Kontaktaufnahme bis zum Launch

Briefing, Design, Texte, Umsetzung und Go-live in einer Woche. Der Relaunch hat WordPress auf derselben Domain abgelöst: Aus einem Crawl der alten Seite haben wir eine Redirect-Map mit 20 Regeln gebaut, damit keine indexierte URL ins Leere läuft, und Web und Mail ohne Lücke umgeschaltet. Live ging die Seite Mitte August 2026.

## Das Ergebnis

Eine Praxis-Website mit dem Anspruch einer Markenseite, die sich liest, als käme sie aus Felsberg. Patienten finden ihr Beschwerdebild in Sekunden, schicken ein Rezept vom Handy und sehen sofort, ob jemand am Empfang sitzt. Viele kleine Schritte. Eine große Bewegung.
